Kategorie: Leben

Wie bleiben Paare Paare? (Teil 1)

Direkt nachdem ich vor einigen Monaten ein Interview mit Sylvia Furrer und Holger Hoffmann für einen Reiseblog geführt hatte, fühlte ich mich wie nach einem guten Coaching. Dabei hatten die beiden mir bloß von ihren Reisen erzählt. Das Gespräch führte von ihren spannenden Reisen hin zu ihrer Art, miteinander umzugehen und zu leben. Furrer und Hoffmann sind seit über 45 Jahren ein Paar. Mir war gleich aufgefallen, wie die beiden übereinander sprachen. Das waren keine übertrieben verliebten Töne, sondern sie hatten einen guten Humor. Sie konnten über die vermeintlichen „Schwächen“ des anderen lachen, sich liebevoll aufs Korn nehmen, und gleichzeitig war in jedem Satz auch zu spüren, dass da Respekt ist. Ich wollte also unbedingt ein weiteres Interview führen. Ein Gespräch, in dem es um das Geheimnis einer funktionierenden Paarbeziehung gehen sollte. Was für ein Thema. Gibt es das überhaupt?

Die großen Herausforderungen für Paare beginnen, wenn einschneidende Erlebnisse den Alltag komplettieren. Kinder, Schwangerschaften mit unerwartetem Ausgang, gewünschte ausbleibende Schwangerschaften, Schicksalsschläge, Krankheiten, Jobverlust, Neuanfang an einem fremden Ort, … 

Vergleiche nicht

Die Geschichte einer Partnerschaft lässt sich niemals auf eine andere adaptieren. Ich habe damit aufgehört, Vergleiche zu ziehen, denn meine Familie ist einzigartig. Genau wie deine. Die Herausforderungen, vor denen wir stehen, sind – wenn ich jetzt doch wieder Vergleiche ziehe – Luxusprobleme, aber in ihrer Summe einzigartig: Wir sind in den vergangenen acht Jahren sechs Mal umgezogen. Wir sprechen zwei unterschiedliche Muttersprachen. Wir haben zwei Kindergartenkinder und keine Großeltern oder andere Verwandtschaft in unserer Nähe. Mein Mann ist angestellt, ich bin selbständig. Viele Umzüge, viele Neuanfänge. Viele Kita-Eingewöhnungen, viele Kranktage, viel Pandemie-Zeit. Wenn es Schwierigkeiten gibt, liegt das meistens daran, dass mindestens einer oder eine überfordert ist. Und das hat häufig rein gar nichts mit dem/der anderen zu tun. Trotzdem werden wir dann ungemütlich. Das gilt für Erwachsene genau wie für Kinder.

Leidenschaft und Herausforderung

Es mag etwas verrückt klingen – aber die große Herausforderung von Sylvia Furrer und Holger Hoffmann ist gleichzeitig ihre große Leidenschaft: Das Reisen. Das verbindet natürlich auch. „Unser Stil zu Reisen ist jedoch für eine Paarbeziehung immer wieder eine harte Belastungsprobe. Dass wir immer noch ein Paar sind, schreiben wir drei Strategien zu, die wir in den letzten 45 Jahren miteinander auf unseren Reisen entwickelt haben“, sagt Holger. Sylvia und Holger reisten mit Rentieren durch Sibirien, sie lebten bei Indianern im Amazonas, besichtigten die höchsten Sanddünen der Welt in der Inneren Mongolei, zogen mit einem Guide, der mit ihnen lediglich mittels Gesten kommunizierte, durch Mauretanien. Gerade sind sie unterwegs auf einer Camperreise von der Schweiz bis nach Südafrika. Von 1977 bis heute haben sie gemeinsam 78 Reisen außerhalb Europas unternommen, davon die Hälfte in Asien und knapp ein Drittel in Afrika. Lediglich acht Reisen waren „on the beaten track” und drei mit dem eigenen Fahrzeug.

Fairness, Augenhöhe, Verantwortung

Sie lernten sich in Bern im Studentenwohnheim kennen . Holger, Medizinstudent, Sylvia studiert Jura. Das war 1975. Später unterstützt Holger Sylvia, als sie ihren MBA in Rochester, New York macht. Holger wird Chefarzt am Zentrum Psychiatrische Rehabilitation an der Uni Bern. 

Von Anfang an führten sie eine Beziehung auf Augenhöhe. Keiner nahm sich selbst wichtiger als den anderen. Sylvia hatte Holger im Studentenheim gezeigt, wie man ein Hemd bügelt, Holger hatte Sylvia gezeigt, wie man die Waschmaschine bedient. Ein Grundsatz der beiden – von Beginn an: „Wir streiten nicht wegen Haushalt.“ Sie unterstützen den jeweils anderen im Erreichen der beruflichen Ziele. „Wir hielten uns von Anfang an an an die beiden Hauptsätze der Verantwortungsdynamik, die sich an die der Thermodynamik in der Physik anlehnen: Erstens: Die Summe der Verantwortung in einem System ist konstant. Zweitens: Wer die Verantwortung übernimmt, der hat sie auch (und behält sie auch meist). Mit anderen Worten: Wenn einer Unordnung schlechter erträgt, als der andere, sorgt er für Ordnung eund der andere kann sich darauf verlassen und sich zurücklehnen“, sagt Sylvia. Deswegen sei es im Übrigen auch so schwierig, Kindern Aufräumen beizubringen. „Für Kinder ist klar, dass das der Job der Eltern ist. Denn die wollen die Ordnung ja auch und nicht die Kinder. Und daher ist es nur normal, dass Kinder nicht aufräumen“, erklärt Sylvia. Dieser Grundsatz habe die Beziehung ungemein entspannt. „Es gibt innerhalb einer Beziehung genug Konfliktpotenzial“, sagen die beiden. 

Ein weiterer Grundsatz sei der der Fairness. „Um herauszufinden, was faire Verhältnisse bedeuten, muss ich eigentlich nur mein Hirn anschalten“, sagt Sylvia. Und so war es auch für Holger schon in den 70er-Jahren klar (immerhin gibt es in der Schweiz Kantone, in denen Frauen erst seit 1966 das Wahlrecht haben), dass seine Partnerin beruflich dieselben Möglichkeiten haben sollte wie er. 

Neue Strategien

Nach diesen Regeln lebten sie von Beginn ihrer Beziehung an. Herausforderungen blieben selbstverständlich dadurch nicht aus. Sowohl in ihrem Alltag als auch auf den spannenden Reisen. Daher mussten sie neue Strategien entwickeln, um auch diesen Herausforderungen standhalten zu können. 

In Teil 2 erfährst du, welche Strategien die beiden für sich entdeckten und sowohl auf ihren Reisen als auch zuhause anwenden, wenn es wild wird. 

Mehr über Sylvia und Holger: www.chaostours.ch

Die Instacrux

Am Montagabend blieb für einige die Welt stehen. Für mich nur Instagram, Facebook und WhatsApp. Das war – ehrlich gesagt – angenehm. Von mir aus können die sozialen Netzwerke ab und zu ruhig für ein paar Stunden zusammenbrechen.

Auch ich scrolle abends durch Instagram und halte angeblich via Facebook den Kontakt zu vielen Menschen aufrecht. Aber ich schreibe hier nicht, weil ich gerne Influencerin wäre oder glaube, mein Instagramprofil müsse unbedingt Tausende Follower haben. Ich freue mich, wenn sich jemand auf diese Seite verirrt und einen Text hier liest. Die sind aber den meisten Menschen heute ohnehin zu lang. Wenn ich ehrlich bin, juckt mich nicht, wie viele sich Fotos auf meinem Account anschauen. Bin ja keine Fotografin. Mein Leben wird durch „Likes“ nicht eine Sekunde lang heller. Kürzlich las ich unter einem Instagram-Profil: „Your number of followers does not make you better than anyone else. Hitler had millions. Jesus had twelve.“ Zugegeben: Ich musste schmunzeln.

Bin ich noch zu retten?

Ich stelle mir ziemlich häufig die Frage, ob jemand, der wie ich selbständig arbeitet und dann auch noch mit den Themengebieten Text, PR und Yoga, nicht auf jeden Fall einen Instagram-Account bedienen muss. Ich bin mir sicher, dass ich kaum Kunden über Instagram akquiriert habe. Aber wie finde ich sie? Oder: wie finden sie mich?

Ich bin nicht mehr 22. Meine Kunden auch nicht. Manchmal denke ich, ich sollte mehr Zeit in LinkedIn stecken, in eine vernünftige Webseite und den Rest einfach lassen. Stattdessen suche ich mir für diesen Artikel bewusst ein Bild aus, das mich in Poser-Pose zeigt. Hirnverbrannt? Oder nur normal? Bin ich noch zu retten?

Ich beobachte mit Sorge, dass junge Sportler, die es bis in die Weltspitze schaffen, von potentiellen Sponsoren zu hören bekommen, sie müssten sich Instagram-Follower kaufen, bevor sie einen Vertrag bekommen könnten. Und ich sehe schon lange das „Social Dilemma“ oder wie ich es auch nenne, die „Instacrux“: Während wir sozialen Netzwerken viel abgewinnen können, lassen sich gerade junge Menschen (besonders Mädchen) von den sogenannten Influencer/innen hinters Licht führen. Damit meine ich nicht, dass sie jeden Scheiß kaufen, der glatte Haut, schöne Haare oder schmerzfreie Menstruationstage verspricht. Ich meine, dass sie glauben, die Welt sei Instagram. 

Inszenierte Identität

Autorin Jacqueline Draheim-Frank ist Biologie- und Germanistiklehrerin und studierte Psychologin. Sie beschäftigte sich mit dem Thema „die digitale Identität als Stressor für Jugendliche“ und sagt: „Jugendliche können ihre Identität inszenieren und andersrum perfekt kreierten Identitäten folgen. Es findet eine immer abrufbare Konfrontation eines Vergleichssystems auf Knopfdruck statt. Die Person, der ich folge, ist schöner, schlanker, sportlicher, erfolgreicher, fröhlicher, mutiger, hat mehr Freunde, erlebt mehr, sie stellt das dar, was ich nicht habe und nicht bin, zumindest auf den ersten Klick.“ Das heißt: Die Jugendlichen müssen sich nicht nur im realen Leben behaupten und Anerkennung in der gleichaltrigen Gruppe finden, sie müssen es auch in der digitalen Welt schaffen. „Sie müssen Freunde und Follower finden und stehen in Konkurrenz mit perfekt inszenierten Scheinrealitäten. Das Fotoshop-Selfie, die Fotografie des eigenen Selbst, wird ständig begleitendes Darstellungsmittel und sucht nach Likes“, sagt Draheim-Frank, die auch Yogalehrerin und Heilpraktikerin ist.

In einer ihrer Hausarbeiten zitierte sie die Direktorin für Medien- und Kommunikationsmanagement der Uni Graz: „Es geht nicht um die ehrliche Suche nach dem: ‚Wer bin ich?‘  sondern nach:  ‚Wie muss ich sein, damit mich die andern liken?'“

Depressionen, Magersucht

Die Befragung von 1479 Jugendlichen zwischen 14-24 Jahren durch die „Royal Society for Public Health“ informiert, dass jeder sechste Jugendliche aufgrund sozialer Mediennutzung unter Angstzuständen leidet. Vor allem seien es Depressionen, verminderte Selbstwahrnehmung, Schlafmangel und Cyperbulling (Internet Mobbing), sowie die Angst davor, etwas zu verpassen (FoMO, Fear of missing out, www.safersurfing,de, Jugendliche und der Einfluss von social Media, 24.6.2018). So gesehen war das also gar nicht so überraschend, was Whisteblowerin Frances Haugen kurz vor dem stundenlangen Shutdown gegen Zuckerbergs Konzern ausgesagt hatte.  Es ist eher logisch.

Kein Geheimnis, dass Facebook und Instagram von Empörung profitieren. Ihre Algorithmen sind darauf ausgerechnet, denn ein bestimmtes Gefühl lässt sich leicht in den Sozialen Netzwerken triggern: Wut. Das haben wir besonders schön während der noch andauernden Corona-Pandemie zu spüren bekommen. 

Kann das yogisch sein?

Also fragte ich mich in dieser Woche mal wieder: Wie möchte ich meine Kinder im Umgang mit sozialen Netzwerken sehen? Was sollen sie von ihrem Leben preisgeben und mit einer Öffentlichkeit teilen? Wie sehr soll sich unser Leben generell auf das Netz beschränken? 

Wie lässt sich auch in der aktuellen Zeit ein gesunder Umgang mit den sozialen Medien lernen (schließlich habe ich meinen heutigen Mann auf Facebook „wiedergefunden“ und übrigens über das soziale Netzwerk mit manchen früheren eher flüchtigen Bekanntschaften begonnen, einen innigeren Kontakt zu pflegen …)? Möchte ich Teil einer Welt sein, die logischerweise nur im Außen stattfindet? Ich erwarte keine Antworten und gebe in diesem Artikel auch keine. Er berichtet einfach von meinen Gedanken, die natürlich auch immer wieder um das Thema kreisen: Sind Yogis auf Instagram tatsächlich yogisch?

Ich will den Herbst noch nicht spüren …

Der Juli ist vorbei. Das macht mich wehmütig. Irgendwie war dieser Sommer so kurz wie ein Windhauch – auch ähnlich angenehm. Im Juni kitzelte er mich, gab mir Energie.  Mein mentaler Espresso. Leichtigkeit war zu spüren, Erleichterung. In meinem Umfeld waren schnell mehr geimpft als ungeimpft – ich hatte den Eindruck, spätestens im September würden wir diese Pandemie in den Sack stecken können. Dann kam König Fußball, mit ihm der Regen und erschütternde Bilder aus englischen Fußballstadien. Das Verhalten von UEFA und den Fans auf den Rängen im Stadion – ein Hohn für die Schulkinder dieser Erde, denen wir eineinhalb Jahre lang erklärt hatten, sie müssten Abstand halten und Maske tragen. Unsere Sommerferien waren durchwachsen, irgendwer war immer erkältet, die Nachrichten lagen schwer auf meinen Schultern: Ganze Orte spülte es diesen Sommer weg. Deswegen wollte ich meine Ferien nicht schlecht finden, sondern da war vor allem Dankbarkeit. Als vor ein paar Tagen Wasser in unseren Keller spülte, blieb meine Laune gut. Ich meine: Bitte? Wasser im Keller?! Lachhaft. Das Haus steht so standhaft, ich werde nicht meckern!

Alles, was ich brauche

Auch mich beschäftigte, während ich bei meinen Eltern im Garten kurze Anflüge von Sommer genießen konnte, den Kindern beim Plantschen im Wasser zusah, die Frage: „Darf ich genießen, während andere leiden? Darf ich mich über meine Sommerferien freuen oder sollte ich doch lieber schnell ins Hochwassergebiet, meine Kinder den erkälteten Großeltern überlassen, und dort Hilfe leisten? Sehe ich die eigenen Probleme nicht stets als viel zu groß? Habe ich nicht immer Ausreden, um irgendetwas Gutes nicht tun zu können? Wie kann ich wahrhaftig ein besserer Mensch werden?“ Gleichzeitig konnte ich ein gutes Gespräch mit meiner Mutter über Dankbarkeit führen. Dankbarkeit für all den Reichtum in unserem Leben, auch wenn manchmal etwas schwer ist. Augenblicke des Glücks sind da, um sie zu genießen. Sonst wäre das Leben ja nicht lebenswert. Manchmal reicht ein Atemzug, zu erkennen, dass alles da ist, was man braucht. Daran arbeite ich. Ich erinnere mich häufig daran, atme tief in meinen Bauchraum, spüre die Pause zwischen dem Ein- und dem Ausatmen. Übe. Ich will noch nicht an den Herbst denken. Tröstlich, dass in Baden-Württemberg die Sommerferien gerade erst anfangen … Ich will nicht an das C-Wort denken.

Meine Yogapraxis hat gelitten, in den letzten Wochen. Mein Kopf ist zu schwer, die Nasennebenhöhlen dicht, an Umkehrhaltungen ist nicht zu denken. Davor waren die Kinder krank, zu betreuungsbedürftig, um Zeit für mich selbst zu finden. Ich hatte fast vergessen, dass ich nur auf meiner Matte sitzen und atmen darf. Sanfte Bewegungen im Atemfluss. Das geht auch mit Erkältung. Wie gut das plötzlich wieder war. Alles weggeatmet. Eingetaucht ins Leben. Auch wenn das Meer gerade zu kalt ist. Vermutlich ist das die beste Vorbereitung auf alles…

… und am Ende ein ganzer Sommer

Der Sommer hat mich gerade fest im Griff. Dabei hat er offiziell noch nicht einmal angefangen. Was für ein Glück! Ist es nicht herrlich, wie sich das pure Leben anfühlt? In meinen Instagram-Stories zeige ich seit ein paar Wochen eigentlich nur … Strandbilder. Das mache ich nicht, damit sich alle anderen ärgern, sondern um zu zeigen, was Deutschland zu bieten hat. Mein Leben war in Kalifornien jedenfalls nicht spannender oder besser als es in Kiel in Schleswig-Holstein ist. Das Meerwasser ist übrigens in Kiel im Sommer sogar wärmer … Wir leben auf einem schönen Flecken Erde, das gilt es wertzuschätzen und zu bewahren. Selten hat mir das etwas so knallhart deutlich gemacht wie die Covid-19-Pandemie.

Was zu feiern (und ein Gewinnspiel)

Ich schweife mal wieder ab. Ich wollte hier eigentlich den Sommer und das Leben feiern. In diesem Monat, in dem das Leben sich endlich wieder so anzufühlen begann, wie wir es mal gekannt hatten und in dem die Sonne uns daran erinnerte, dass die Fussball-EM und der Sommer wieder einen Pakt geschlossen hatten, landete unser aktuelles Buch „Yoga für ein starkes Herz. Mit den richtigen Übungen, Meditation und Atemtechniken die Herzgesundheit fördern“ auf der Spiegel-Bestsellerliste. In der Kategorie Ratgeber Gesundheit stiegen wir auf Platz 11 ein. Das ist definitiv ein Grund zum Feiern. Und deswegen verlose ich hier nun endlich mal ein Exemplar des Buches. Dafür musst du nichts besonderes tun, folge mir und meiner Co-Autorin Katharina Bauer auf Instagram, schreibe unter diesem Blogpost einen Kommentar, weshalb ausgerechnet du das Buch nun brauchst. Das Gewinnspiel endet am Sonntag, 20. Juni, um 23.59 Uhr. Viel Glück!

Ein Hoch auf die Gelassenheit

In diesem Monat fielen aber auch die Hälfte der Erzieher in der Kita meiner ältesten Tochter aus, weil hier eine fiese Sommergrippe umging. Heute fiebert meine Jüngste. „Lauschangriff und Lesestoff“ wollte ich eigentlich zu einem Newsletter umfunktionieren. Aber ich komme im Moment nicht einmal dazu, irgendwas zu lesen. Auf meinem Nachttisch stapeln sich Bücher, die ich unbedingt und schon lange lesen möchte. Egal. Kommen alle mit in den Urlaub. Ich habe gelernt, nein zu sagen in den letzten Jahren. Ich habe gelernt, den Fuß vom Gas nehmen zu können in den letzten Jahren. Ich habe gelernt, dass nichts so wertvoll ist, wie die Gesundheit und ich mich irgendwann nach nichts so sehr sehnen werde, als nach der Zeit, in der meine Kinder klein waren. Deswegen schenke ich ihnen gerne Zeit. Ich habe gelernt, in den Bauchraum zu atmen, wenn es wild wird. Gelassenheit fühlt sich genauso gut an, wie ich mir das immer vorgestellt habe.

… am Ende kommt die Sonne

„Zuerst kommt der Blitz, dann kommt der Donner und am Ende kommt die Sonne, zuerst kommt der Blitz, dann kommt der Donner und am Ende ein ganzer Sommer“, sangen schon 2004 Virginia Jetzt. Nun, nach dem gefühlt kältesten Mai aller Zeiten, an dem Punkt, an dem die Pandemie fast überwunden zu sein scheint, ich die meiste Zeit am Strand verbringe und schon ohne Reue mehrere Menschen umarmt habe, hängt mir dieser Popsong ständig in den Ohren. Es gibt schlimmeres, oder?

Um bei dem Gewinnspiel mitmachen zu können, musst du mindestens 18 Jahre alt sein oder die Erlaubnis deiner Eltern haben, um teilzunehmen. Die Teilnahme ist nur aus Deutschland, Österreich und der Schweiz möglich. Das Gewinnspiel läuft bis zum 20. Juni 2021, bis 23:59 Uhr. Alle späteren Kommentare können leider nicht mehr berücksichtigt werden. Die Gewinner*innen werden von mir per E-Mail benachrichtigt.