Kategorie: Workout

Fitness Tipps

Today: Hot Yoga

Als ich Hot Yoga das erste Mal entdeckte, hörte sich das für mich total abenteuerlich an. Also los ins Studio und ausprobieren ob es wirklich so fabelhaft und effektiv ist, wie es auf vielen Seiten im Worldwideweb nachzulesen ist. Der nicht ganz unumstrittene Inder Bikram Choudhury entwickelte Hot Yoga, das daher auch Bikram Yoga genannt wird mit der Idee, der heiße Raum (zwischen 37 und 40° C) solle eine sichere Muskel- und Sehnenarbeit möglich machen und das Schwitzen den Körper entgiften. Das ist wissenschaftlich nie nachgewiesen worden aber da einige Prominente wie Lady Gaga oder Gwyneth Paltrow behaupteten, durch Hot Yoga hätten sie sehr schnell sehr viel abgenommen, war der Trend geboren. Ich geniesse diese Aussagen mit Vorsicht. Und das hat rein gar nichts damit zu tun, dass Bikram Choudary mittlerweile mehrfach beschuldigt wurde, seine Schülerinnen systematisch sexuell belästigt zu haben.

An einem kalten, stürmischen Dezembermorgen finde ich Hot Yoga ganz passend. Der Trainingsraum ist angenehme erwärmt und ansonsten ist es wie immer mit Yoga: Ist der Trainer gut, finde ich auch das Training toll. Wer Power-Yoga gerne mag, wird auch Hot Yoga gegenüber nicht abgeneigt sein, wenn es ihn nicht besonders stört, dass neben ihm schwitzende Menschen auf der Yogamatte stöhnen. Niemand sollte die Vorstellung haben, dass man sich einfach nur in einen heissen Raum legen muss und schon schmelzen die Kilos dahin. So einfach ist es nicht. Die 26 verschiedenen Bikram-Übungen sind immer dieselben und wirklich anstrengend. Aber nicht alle Hot-Yoga-Kurse halten sich an genau diese Abfolge und das ist auch in Ordnung so. Tatsächlich fühlt es sich an, als habe der Körper nach einer Stunde oder 90 Minuten Hot Yoga sehr viel gearbeitet. Die Wärme hilft dem Körper zwar dabei, sich zu entspannen, aber äußere Wärme allein ersetzt grundsätzlich kein Aufwärmtraining und im Übrigen auch keine körperliche Anstrengung.

Spinning – jeder kann’s!

Wenn Menschen auf einem Fahrrad sitzen, das nicht vom Fleck kommt, obwohl diejenigen, die darauf sitzen, wie irre in die Pedale treten, mag das auf den ersten Blick etwas seltsam aussehen. Wer beim Spinning einfach nur zuschaut, muss automatisch auf den Gedanken kommen, dass es durchaus lustigere Freizeitbeschäftigungen gibt. Zum Beispiel, sich einfach auf ein Fahrrad setzen und damit durch die NATUR radeln. Ja, das ist richtig. Ich kann das verstehen. Trotzdem mag ich Spinning. Denn effektiv ist es allemal. Das Gute daran: Jeder kann es. Die Musik und im besten Fall auch der Trainer motivieren und dann treten die Beine fast wie von selbst.

Dabei entscheidet jeder selbst, wie viel er sich beim Indoor-Cycling zumutet. Ich muss dazu sagen, ich schaffe es selten, so an meine Grenzen zu gehen. Aber da nicht jeder gleich wie wild drauf los radeln sollte, ist es wichtig, beim Spinning eine Pulsuhr zu tragen. Ebenso wichtig ist ein guter Trainer. Einem Anfänger sollte der Trainer zu Beginn erklären, wie er richtig auf dem Rad sitzt und Hilfestellung beim Einstellen von Sattel und Lenker geben. Eine Trainingseinheit sollte mit einem Warm-up beginnen und mit einem Cool-Down und abschließendem Stretching enden. Der Trainer gibt mit Hilfe der Musik die Trittfrequenz, die Fahrweise und die relative Höhe des Widerstands vor. Die tatsächliche Höhe des Widerstands wählt natürlich jeder Fahrer selbst. Das macht es möglich, dass die Teilnehmer nicht auf demselben Leistungsstand sein müssen und Spinning absolut für Anfänger geeignet ist.

Der Grad zwischen effektivem Training und sinnlosem Auspowern ist allerdings schmal, hier also wieder an die Notwendigkeit der Pulsuhr denken. Wer richtig trainiert, kann mit Spinning viele Kalorien verbrennen, den Fettstoffwechsel aktivieren und die Muskulatur stärken. Das bedeutet, abwechselnd hohe und niedrige Belastungen. Und genau das brauchen wir, um Fett abzubauen. Heute bietet fast jedes Fitnessstudio Spinning-Kurse an. Informieren kostet nichts und zum ersten Mal Mitmachen ja oft auch nicht.

Ich habe mich schnell eingeradelt mit meiner Spinninggruppe. Und mit unserer Trainerin haben wir richtig viel Spaß, auch wenn die Stunden manchmal so anstrengend sind, dass ich mich zwischendurch am liebsten vom Fahrrad fallen lassen würde. Und im Winter ist es ja wirklich auch ein schöner Bike-Ersatz.