Schlagwort: Genuss

Neue Liebe: Buchweizen-Pfannkuchen ohne Zucker

Hier gab es schon lange kein Rezept mehr – vielleicht liegt es daran, dass sich kaum etwas hier fotografieren lässt bevor es in hungrige Mäuler wandert. Jetzt kommt aber ein Rezept für die leckersten Lockdown-Pfannenkuchen – gesund, vegan, glutenfrei und ohne Zucker. Kann nicht schmecken? Doch! Ich könnte sie täglich essen. Am liebsten wenn sie noch ganz warm sind …

Der Teig besteht aus der Basis Buchweizenmehl und dieses Mehl kann wirklich was. Buchweizen klingt zwar nach Getreide, ist aber keins. Er ist ein Pseudogetreide, genau wie Amaranth und Quinoa. In Frankreich und den USA werden Pfannkuchen häufiger und schon lange aus Buchweizenmehl gemacht – das ist also keine neumodische Erfindung.

Was ich an diesen Pfannkuchen besonders gut finde: sie schmecken wirklich süß genug und kommen ganz ohne zugesetzte Süßungsmittel aus. Ideal also, wenn du gerade etwas weniger Zucker essen möchtest aber mal ein leckeres Komfort-Food brauchst. Sie gehen schnell und lassen sich in der Pfanne auch einfach wenden. Lockdown-Volltreffer.

Kleiner Glücksmoment …

Rezept

Zutaten:

150 g Buchweizenmehl

200 ml Hafermilch

1 kleine Banane

1 EL Cashewmus

1 Messespitze Backpulver

1 Prise Meersalz

optional: gefrorene Blaubeeren

optional: eine Prise Vanillepulver

Kokosöl zum Backen

Zubereitung:

Die Banane mit dem Cashewmus zusammen zerdrücken und mischen bis eine klebrige, homogene Masse entsteht. Hafermilch unterrühren und dann Buchweizenmehl, Backpulver und Salz hinzugeben. Alles gut verrühren bis der Teig glatt ist. Optional kannst du auch noch ein paar gefrorene Blaubeeren hinzugeben.

Nun eine Pfanne mit Kokosöl auf mittlerer Stufe erwärmen und für jeden Pfannkuchen einen gut gefüllten Esslöffel Teig in die Pfanne geben. Nach etwa drei Minuten die Pfannkuchen wenden und noch eine kurze Zeit lang auf der anderen Seite nachbacken. Fertig.

Gesundes Snickers-Porridge

Ich habe es versprochen. Im November passiert hier ein bisschen mehr auf dem Blog. In Zukunft gibt es neben dem wöchentlichen Post, der das Wochenende bei einer Tasse Kaffee einläuten kann, zwei neue Formate. Ich bin kein Foodblogger und will auch keiner werden. Trotzdem werde ich nun auch öfter einige meiner Lieblingsrezepte hier posten. Sie sind gesund oder alternativ-gesund, meistens vegan (wenn sie nicht vegan sind, ist die einzige nicht-vegane Zutat Honig) und immer lecker – was logischerweise Geschmacksache ist. Das andere neue Format ist meine wöchentliche Leseempfehlung. Das Rezept gibt es einmal im Monat. Heute stelle ich Dir das vegane Snickers-Porridge vor. Klingt gut, oder? Ist es auch!

In der kalten Jahreszeit geniesse ich warmes Frühstück so richtig und auch wenn es manchmal etwas aufwendiger ist, lohnt es sich, denn ich geniesse dann jeder Bissen. Dieses Porridge hier ist gar nicht aufwendig und in etwa zehn Minuten zubereitet – wenn du am Abend vorher daran gedacht hast, die Datteln kleinzuschneidend und in etwas Wasser über Nacht einzuweichen… Für mich schmeckt es ein bisschen so wie Snickers – das letzte Snickers meines Lebens ist allerdings sehr lang her, daher würde ich es mal so sagen: Ich stelle mir vor, dass Snickers ungefähr so schmeckt. Wahnsinnig schokoladig, wahnsinnig erdnussig – eine Kombi, die eben einfach richtig gut ist. In diesem Fall sogar gesund. Irre, oder?

Rezept für Snickers-Porridge

45 g Haferflocken

180 ml Hafermilch oder andere pflanzliche Milchalternative

1 EL Cashewmus

1-2 Medjool-Datteln

1 TL Kakaopulver

Erdnüsse

etwas Wasser zum Einweichen der Datteln

Weiche die kleingeschnittenen Datteln am Vorabend über Nacht oder aber mindestens für zwei Stunden in etwas Wasser ein. Am nächsten Morgen mischst du das Cashewmus mit der Dattel-Pampe und pürierst alles zu einer glatten Masse. Haferflocken in 180 ml Milch zum Kochen bringen. So lange weiterköcheln lassen bis der Hafer die richtige Konsistenz erreicht hat. Das Cashew-Dattelmus unterrühren. Kakaopulver unterrühren und noch einmal kurz mitköcheln lassen. 

In der Zwischenzeit die Erdnüsse hacken und dann in der Pfanne kurz anrösten. 

Über das Porridge geben. Dazu passen: Granatapfelkerne, Bananenscheiben, Blaubeeren und Kokosraspel.

Nächsten Monat gibt es natürlich ein Rezept für die zuckerarme Weihnachtsbäckerei.

Erst mal einen Kaffee

Mein Webmaster fragte mich irgendwann einmal, warum meine Seite eigentlich „thecoffeedrinkingyogi“ heißen sollte. Tja, ich mag meinen Kaffee wirklich. Ich trinke meistens nur einen am Tag. Dann aber vernünftig. Am liebsten in aller Ruhe, mit einer Schale selbst-gemachten Granola und wenn alle anderen noch schlafen. Aller-allerliebste Morgenroutine. Das war aber nicht die Antwort, die ich meinem Webmaster gegeben habe. Sondern ich sagte: Ich mag keine Dogmen, wenn es um Yoga geht. Yoga urteilt nicht. Yoga gibt nicht alle möglichen Regeln vor und schon gar nicht, ob man Kaffee trinken darf oder nicht. Das Problem ist aber, viele glauben das. Ich bin nicht die, die nur selbstgemachte grüne Smoothies trinkt, auch wenn es sicher Leute gibt, die mir das zutrauen würden. „The Coffee drinking Yogi“ passt einfach zu mir. Wenn ich ganz korrekt wäre, müsste es yogini heissen aber dann ist der Name noch länger als er sowieso schon zu lang ist. 

Ich habe in meinem Leben schon ein paar Mal bewusst auf Kaffee verzichtet. Manchmal die zwei Tage anhaltenden Kopfschmerzen beim Entzug in Kauf genommen, nur um dann sagen zu können, dass ich nun morgens nicht mehr einen Kaffee brauche – aber sonst gab es eigentlich keinen Grund. Während meinen Schwangerschaften hörte ich ganz ohne Kopfschmerzen einfach damit auf, Kaffee zu trinken. Von einem auf den anderen Tag fand ich den Geruch von frisch gebrühtem Kaffee plötzlich nicht mehr anziehend sondern eher zum Weglaufen. Ich hatte keine seltsamen Gelüste aber Kaffee ging nicht mehr – was ja dann vielleicht doch unter die Kategorie „seltsame Gelüste“ fällt … Ich habe also bereits zwei Mal in meinem kaffeetrinkenden Leben für einen Zeitraum von über neun Monaten auf Kaffee verzichtet. Bei beiden Kindern habe ich etwa zwei Wochen nach der Geburt und natürlich jeweils nach Rücksprache mit meinen Hebammen wieder angefangen. Ich brauche nicht so viel Schlaf, wenn ich morgens nur einen Kaffee trinke. Da ich Langzeit-Stilll-Mama bin, bringt mich dieser eine Kaffee am Morgen wirklich in den Funktions-Modus. Es ist nahezu egal, wie katastrophal die Nacht verlaufen ist, nach dem Kaffee geht es mir blendend. Warum also sollte ich das abschaffen? Ich esse vegan, trinke nie Alkohol und verzichte sogar größtenteils auf raffinierten Zucker – ich muss nicht auch noch eine Tasse Kaffee am Tag weglassen. 

Für Risiken und Nebenwirkungen …

Früher hieß es, Kaffee sei ungesund. Früher haben die Leute aber auch mehr geraucht und mehr getrunken. Deswegen sind die Wissenschaftler sich heute nicht ganz einig darüber, ob die damals durchgeführten Studien im Bezug auf das Kaffeetrinken noch Bestand haben. Zum Teil wurde gar nicht berücksichtigt, wie gesund oder ungesund die Leute, die an den Studien teilnahmen, sonst gelebt haben. Kaffee enthält Koffein, das ist ein Fakt. Koffein hält wach. Ist auch eins. Koffein hat eine anregende Wirkung und das spürt jeder Mensch auf unterschiedliche Art und Weise. Frauen sollen anders darauf reagieren als Männer. Wer Medikamente nimmt, reagiert anders als Menschen, die keine Medikamente einnehmen, bei Rauchern sinkt die Konzentration von Koffein im Körper tendenziell schneller als bei Nichtrauchern, usw. Wenn man in letzter Zeit häufiger gelesen hat, dass Kaffee eigentlich gesund ist, ist das natürlich auch relativ: Wer raucht und trinkt, Übergewicht hat und sich nicht bewegt, lebt nicht gesünder, nur weil er auch Kaffee trinkt. Wer ohnehin Schlafstörungen hat, sollte vielleicht ab einer gewissen Uhrzeit das Trinken von Kaffee sein lassen oder es mal ganz ohne ausprobieren. Meistens ist unser eigener Körper ein ganz guter Ratgeber. Wenn du Kaffee trinken kannst, ohne davon Magenschmerzen zu bekommen und du nachts gut schlafen kannst, musst du nicht auf Kaffee verzichten. Es sei denn, du hast einfach Bock drauf, ihn wegzulassen. 

Kaffee und Yoga passen ganz gut zusammen

Auf jeden Fall stehen für mich Yoga und Genuss in einem engen Verhältnis. Genauso wie Yoga und Verzicht auch in einem engen Verhältnis zueinander stehen. Verzicht kann auch mit Genuss zusammenhängen und wenn es Menschen gibt, denen der Verzicht auf Kaffee gut tut, dann ist es nur gerechtfertigt und gut, Kaffee wegzulassen. 

Für mich ist es wichtig, dass meine Bohnen Bioprodukte sind und der Kaffee mit dem Fairtrade Siegel gekennzeichnet ist. Zurzeit nehmen wir sehr gerne die Bohnen von der Kölner Rösterei Van Dyck. Dass Bio-Bohnen ein bisschen teurer sind, nehme ich gerne in Kauf. Wer sich schon mal damit beschäftigt hat, wie Kaffeebohnen eigentlich geerntet und verarbeitet werden, hat sicher kein Problem damit, etwas mehr zu bezahlen. Denn dann weißt du auch, dass Kaffeebauer es verdammt schwer haben. Die Menschen, die Kaffeebohnen ernten, haben einen unfassbar harten Job. Wo Kaffee wächst gibt es auch viel Regen, viel Morast, rutschigen Boden, schweres Gelände. Pflücken geschieht im Idealfall per Hand – echte Knochenarbeit für wenig Geld. Und deswegen nehme ich mir auch Zeit, meinen Kaffee bewusst zu geniessen. Meine Morgenroutine.

Das Yogastudio mit Weinbar

Als wir noch keine Kinder hatten, hatte ich die Vision von einem kleinen Yoagstudio mit Kaffeebar und daneben sollte mein Mann eine Weinbar eröffnen. Für mich stehen Yoga und Genuss in einem engen Verhältnis. Ich habe keinen Bock auf Alkohol aber das heißt nicht, dass ich es nicht verstehen kann, wenn Menschen Lust auf ein Glas Wein haben. Die Vorstellung, dass man sich nach dem Yoga noch in einer Weinbar trifft, ein paar Snacks knabbert und sich gut unterhält, passt für mich. Das Leben und damit auch Glück, hat für mich, so sehr ich Ruhe und Natur liebe, auch viel mit Geselligkeit zu tun. Das mit dem Yogastudio, der Kaffeebar und der Weinbar lassen wir mal noch bleiben. Dass Yoga aber nicht immer nur mit Verzicht und Enthaltsamkeit in Zusammenhang gebracht werden soll, werde ich weiterhin propagieren.

Foto: Margarete Singer 

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