Schlagwort: Raw Food

Kaffeebegleitung: Vorsicht, gefährlich gut!

Meinen Kaffee liebe ich entweder zum Frühstück oder mit einer kleinen Leckerei. Und weil Raw Food gerade im Trend war, habe ich mal versucht, in der Weihnachtszeit Weihnachtsplätzchen zu machen ohne zu backen. Geht das? Kann das gutgehen? Ja! Auf der Suche nach einem veganen und nicht margarinehaltigen Rezept für Plätzchen zum Ausstechen habe ich dieses Rezept für rohe Kokosplätzchen gefunden. Ich war skeptisch ob es wirklich klappt und habe ein paar Änderungen am Rezept vorgenommen, mich mit Brigitte Bach von bbbakery über Optimierungen ausgetauscht und schon ist ein irrsinnig leckerer Weihnachtscookie herausgekommen. Geht einfach und schnell und bislang haben alle, die probieren durften, nicht genug davon bekommen. Mich erinnern diese Cookies ein bisschen an Raffaello, sie sind nur noch frischer, kokossiger und zum Dahinschmelzen! Brigitte nimmt übrigens Apfeldicksaft zum Süssen. Finde ich klasse. Eine gute Alternative zum Agavendicksaft und für alle Veganer die Lösung, wenn sie keinen Honig verwenden wollen.

Was du brauchst

  • 100 g Kokosraspel
  • 70 g Cashewnüsse
  • 1 EL Honig oder Agavensirup (ich nehme sogar eher weniger, Cashewnüsse, Kokosraspel und -öl geben schon ordentlich Süsse) oder Apfeldicksaft
  • das Mark einer Vanilleschote
  • 3 Esslöffel Kokosöl (geschmolzen)
  • 1 Esslöffel Kakao Nibs

Für den Schokoguss:

  • 80 g Kakaobutter
  • 1 EL Honig oder Agavensirup
  • 50 g Kakaopulver

In einer (guten) Küchenmaschine Cashewnüsse und Kokosraspel verarbeiten. (Praktisch an diesem Rezept finde ich alleine schon, dass die Cashews nicht eingeweicht werden müssen. Das spart Zeit und man kann spontan an die Arbeit 🙂 ) Die restlichen Zutaten bis auf die Kakao Nibs dazugeben und gut durchmischen. Ruhig eine Weile die Maschine arbeiten lassen, denn die Masse soll schön klebrig sein. Zum Schluss mit einem Löffel die Kakao Nibs dazugeben und unterrühren. Nun die ganze Masse in einen Behälter geben – ich habe ein Backblech genommen und die Masse zwischen zwei Schichten Frischhaltefolie ausgerollt, etwa zwischen 2 mm und 1 Zentimeter, je nach Belieben. Dann alles für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Nach der Kühlzeit mit den Ausstechformen vorsichtig die verschiedenen Figuren ausstechen. Dabei am besten die Formen zwischendurch immer mal wieder in heisses Wasser tauchen, so löst sich die Masse leichter von der Form. Es bleibt recht viel „Verschnitt“ übrig bei diesem Rezept und man muss sich ein wenig beeilen, alles wieder auszurollen, denn der Teig sollte eben nicht zu warm werden. Wenn alles verarbeitet ist, kommen die fertig ausgetochenen Cookies wieder für zwei, drei weitere Stunden in den Kühlschrank. Danach kann man sie mit selbst gemachter Schokosauce verzieren. Ist aber kein Muss! Für den Schokoguss die Kakaobutter mit dem Sirup bzw. dem Honig im Wasserbad schmelzen lassen. Das Kakaopulver dazugeben und sobald eine schöne dunkle, flüssige Schokoladenmasse entstanden ist, die Cookies verzieren. Fertig. Geniessen und einfach bis Weihnachten nicht mehr auf die Waage stellen.

Rawpuccino – für gemütliche Wintertage

Vergangene Woche waren wir auf der Suche nach dem Winter. Kalifornien hat zum Glück viel viel mehr zu bieten als Palmen, Küste und Strand. Und so sind wir fündig geworden. Wir wollten schon immer mal den Angeles Crest Highway entlang fahren. Er bringt einen von den vollgestopften Highways im gleissenden Licht LA’s auf den Mount Wilson. Keine Stunde von Los Angeles entfernt befindet man sich plötzlich auf 1740 Metern Höhe und blickt über Los Angeles’ Wolkenkratzer bis zur Santa Catalina Insel – einem Paradies für Taucher übrigens. Von hier sind wir dann auf den Highway 395 gefahren und hatten immer wieder die Gelegenheit schöne Fotos von der tollen Aussicht zu schiessen. Unser erster Stop war Lone Pine, ein kleiner Ort, der früher für zahlreiche Außenaufnahmen für Westernklassiker herhalten musste. Bei unserer ersten Wanderung zum Lone Pine Like sind wir dann tatsächlich durch Schnee gestapft. Die Aussicht auf den See war magisch. Leider war es zu kalt um dort auch unser vorbereitetes Picknick einzunehmen. Wir mussten uns dafür ein Plätzchen in der Sonne suchen. Von Lone Pine sind wir dann weiter nach Mammoth Lakes gefahren. Dort bereitet man sich gerade auf die Skisaison vor. Die Ruhe vor dem (Touristen-)Sturm haben wir genutzt, um tolle Wanderungen zu machen. Strahlend blauer Himmel, erfrischende Luft und Spätherbstsonne waren unsere ständigen Begleiter. Der Duft von Tannennadeln und Kaminfeuer lag über der Stadt. Wahnsinn. Ich hatte ganz vergessen, wie Winter sich anfühlt. Deswegen ist es jetzt nicht mehr ganz so schlimm, wenn ich – zurück an der Westküste – im Supermarkt an der Weihnachtsschokolade oder den Adventskalendern vorbeilaufe, bevor ich mich dann wieder in Flip-Flops nach draussen bewege. Ich habe ein bisschen Winterstimmung im Herzen mitzurückgebracht von unserem Trip. Und eine Idee für einen warmen veganen Schokodrink für kalte Wintertage bekommen. Ich süsse den Drink mit Mesquitepulver, meine neueste Lieblingsentdeckung. Das Pulver besteht aus getrockneten Süßhülsen-Bohnen, die vermahlen werden.
Mesquite schmeckt toll, aromatisch und für mich wie eine Mischung aus Zimt, Kakao und Karamell. Und weil Mesquitepulver reich an Kalzium, Magnesium, Kalium, Eisen und Zink, sowie der essentiellen Aminosäure Lysin ist, eignet es sich wunderbar zum Süssen von Mixetränken, Desserts oder Gebäck. Mesquitepulver gibt es unter anderem hier und hier und hier zu bestellen. Ausser einem Teelöffel Mesquitepulver gehören in den Rawpuccino:

  • 100 ml Hafermilch
  • 50 ml Wasser
  • 1 EL Hanfsamen
  • 1 EL Chiasamen
  • 1 EL Kakaopulver
  • 2 Datteln entsteint
  • ein wenig Zimt
  • ein wenig Salz

Das Wasser kochen und dann mit der Hafermilch vermischen (Kochendes Wasser plus gekühlte Hafermilch ergibt ca. 42 Grad, also damit roh! 🙂 ) Mesquitepulver, Hanfsamen, Chiasamen, Kakaopulver, Datteln, Salz und Zimt im Mixer verrühren bis ein glatter, flüssiger Rawppuccino entstanden ist. Geniessen und sich auf die kommende Adventszeit freuen!

 

Achtung Rohkost! Pekannuss-Eiscreme!

Ich liebe es, meine Gäste mit Rohkost-Desserts zu verblüffen. Ich sage meistens nichts bevor nicht alle probiert haben. Meistens kommt dann ganz von selbst die Frage, wie ich das köstliche Eis, den grandiosen Kuchen oder die besten Brownies der Welt denn zubereitet hätte. Und dann sind die Gesichter dementsprechend überrascht, wenn ich erzähle, dass es sich dabei gerade um Rohkost handelte. Was ich vor allem mag, sind einfache Rezepte, bei denen man nicht viele Zutaten verarbeiten muss (wie beispielsweise bei den Row Food Brownies. Die gehen so einfach, dass ich sie mittlerweile meistens mache, wenn sich spontaner Besuch ansagt). Heute habe ich ein etwas komplizierteres Rezept, das ich von Amy Bachellor gelernt habe. Sie ist eine unglaubliche Rohkost-„Köchin“ und was Desserts betrifft, haben wir einen ähnlichen Geschmack und dasselbe Gefühl für die richtige Süsse. Wir mögen es beide nicht zu süss. Dieses Pekannuss-Eis hat mich komplett überzeugt, so dass ich den Mehraufwand (der sich einzig auf das Produzieren der Pekannuss-Milch bezieht) gerne auf mich nehme.

Zuerst also gilt es, Pekannuss-Milch zuzubereiten. So kompliziert ist das allerdings auch nicht. Man braucht aber einen Nussmilchbeutel.

Zutaten für die Pekannuss-Milch:

220 Gramm Pekannüsse, übernacht in circa 600 ml Wasser einweichen
400 ml Wasser

2 Datteln

1 Teelöffel Mesquite Pulver (gibt’s zum Beispiel hier)

eine Prise Meersalz oder Himalaya Salz

1/2 TL Vanillezucker

Die Peknannüsse abtropfen lassen und abspülen. Alle Zutaten in einem Hochgeschwindigkeits-Mixer pürieren. Um die Milch von der Breimasse zu trennen, muss die Masse durch das Nusssieb gepresst werden. Dies braucht etwas Geduld. Man kann sich das in etwa vorstellen, wie das Melken einer Kuh 🙂 Man melkt sozusagen den Nussmilchbeutel. Die Breimasse kann man übrigens wunderbar für weitere Rezepte verarbeiten, also einfach im Kühlschrank aufbewahren.

Für die Eiscreme:

circa 400 ml Pekannussmilch

etwa 100 g Cashewnüsse, etwa drei bis vier Stunden einweichen

100 g Kokosnussfleisch

50 ml Honig

50 g Kokosnussbutter (gibt’s zum Beispiel hier)

1 TL Mesquite Pulver

Mark einer Vanilleschote

eine Prise Salz

Die Cashews abtropfen lassen und abspülen. Dann alle Zutaten miteinander im High Speed Blender pürieren, bis die Masse cremig ist. Die Masse in einen Glascontainer geben und eine Stunde im Gefrierfach kühlen. Wer einen Eismaschine hat, ab in die Eismaschine damit. Wer keine hat, kann das Eis nach einer Stunde aus dem Gefrierfach nehmen und in den Kühlschrank stellen. Dann mindestens acht Stunden im Kühlschrank lassen, bevor es serviert wird. Schmeckt ganz grandios mit Kokosflocken-Kakao-Nibs-Topping.

Warum ausgerechnet Pekannüsse? Pekannüsse sind süsser als Walnüsse, allerdings auch kalorienreich. Dafür haben sie jedoch einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, die wichtig für das Herz-Kreislauf-System sind. Sie sind unheimlich reich an Mineralstoffen und Spurenelementen, unter anderem enthalten sie Kalzium, Magnesium, Kalium, Eisen und Zink. Sie haben einen sehr hohen Proteingehalt. Ausserdem sind sie reich an verschiedenen B-Vitaminen und an Vitamin A. Sie werden ab Oktober frisch geerntet, so ist dieses Rezept ein ideales Dessert für den gesamten Herbst und Winter.

 

Kaffeebegleitung: Raw Food!

Mein Raw Food Frühstück am vergangenen Sonntagmorgen hat mich so begeistert, dass ich sofort begonnen habe, in Raw Food Rezept-Büchern zu stöbern. Also habe ich direkt etwas ausprobiert. Diese Raw Food Brownies können es locker mit „normalen“ Schokoladen-Brownies aus dem Backofen aufnehmen. Ich würde sogar behaupten, dass die Raw Food Brownies noch besser schmecken. Denn sie haben genau die Feuchtigkeit, die diejenigen aus dem Backofen meistens vermissen lassen. Als Zutaten braucht man nichts weiter als frische Datteln, Kokosöl, Walnüsse und Kakaopulver. Ich habe für meine Brownies 1 Kilo frische Datteln genommen – das war recht viel, ich würde vielleicht für den Anfang die Hälfte der Menge meines Rezeptes empfehlen, je nachdem, wie viele Menschen die Brownies probieren dürfen 😉

Die Datteln müssen entsteint werden und kommen dann mit 200 Gramm Kokosöl in den Mixer, damit sie püriert werden. Es soll eine cremige Masse entstehen. Ca. 100 Gramm Walnüsse hacken und zusammen mit 2 Esslöffeln Kakaopulver unterrühren bis alles schön vermischt ist. Dann kommt die Masse in eine viereckige Form und ab in den Kühlschrank. Die Form am besten so wählen, dass die Masse in der Form in viereckige Stücke geschnitten werden kann. Dann lassen sie sich sehr gut aus der Form entnehmen.

Mir schmecken die Brownies besser, wenn ich sie am Vortag zubereite und sie halten sich mehrere Tage sehr gut im Kühlschrank.