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Kaffeebegleitung: Die besten Schokomuffins der Welt

Das Rezept für diese Schokomuffins fand ich, während ich gerade mein Neugeborenes stillte. „Äh, was? Schokomuffins ohne raffinierten Zucker?“, dachte ich. Her damit! Und zwar sofort. Kreiert hat sie die Münchener Yogalehrerin Flora Fink, die hoffentlich bald ihr erstes Backbuch herausbringt.  Im vergangenen Winter sind ihre Muffins zu meinem absoluten Lieblings-Snack geworden, ich konnte Berge davon essen. Der Rest der Familie war schon fast genervt, weil es ständig Muffins aus Datteln und Kakao gab.

Sie sind super einfach zu machen und man braucht nicht mal ein Rührgerät oder ähnliches.

So geht es: 10 Medjool Datteln kleinschneiden und mit Wasser bedecken. Circa zwei Stunden oder auch länger einweichen lassen. Einen Apfel grob reiben und mit den Datteln und dem Einweichwasser verrühren. Etwas Meersalz, einen Teelöffel Zimt, 3 Esslöffel Kakaopulver und 3 Esslöffel Kokosöl dazugeben und vermischen. 200 g Dinkel- oder Vollkornmehl und 100 g Haferflocken vermischen und unter die Masse rühren. Wenn man möchte, etwas Backpulver dazugeben. Ich habe sie aber bestimmt schon zig Mal ohne Backpulver gemacht. Gelingen immer. Der Teig sollte etwas fester sein. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen und die Teigmasse in Muffinformen geben. Circa eine Stunde backen, abkühlen lassen. Fertig sind die gesündesten und besten Schokomuffins.

Kaffeebegleitung: Vorsicht, gefährlich gut!

Meinen Kaffee liebe ich entweder zum Frühstück oder mit einer kleinen Leckerei. Und weil Raw Food gerade im Trend war, habe ich mal versucht, in der Weihnachtszeit Weihnachtsplätzchen zu machen ohne zu backen. Geht das? Kann das gutgehen? Ja! Auf der Suche nach einem veganen und nicht margarinehaltigen Rezept für Plätzchen zum Ausstechen habe ich dieses Rezept für rohe Kokosplätzchen gefunden. Ich war skeptisch ob es wirklich klappt und habe ein paar Änderungen am Rezept vorgenommen, mich mit Brigitte Bach von bbbakery über Optimierungen ausgetauscht und schon ist ein irrsinnig leckerer Weihnachtscookie herausgekommen. Geht einfach und schnell und bislang haben alle, die probieren durften, nicht genug davon bekommen. Mich erinnern diese Cookies ein bisschen an Raffaello, sie sind nur noch frischer, kokossiger und zum Dahinschmelzen! Brigitte nimmt übrigens Apfeldicksaft zum Süssen. Finde ich klasse. Eine gute Alternative zum Agavendicksaft und für alle Veganer die Lösung, wenn sie keinen Honig verwenden wollen.

Was du brauchst

  • 100 g Kokosraspel
  • 70 g Cashewnüsse
  • 1 EL Honig oder Agavensirup (ich nehme sogar eher weniger, Cashewnüsse, Kokosraspel und -öl geben schon ordentlich Süsse) oder Apfeldicksaft
  • das Mark einer Vanilleschote
  • 3 Esslöffel Kokosöl (geschmolzen)
  • 1 Esslöffel Kakao Nibs

Für den Schokoguss:

  • 80 g Kakaobutter
  • 1 EL Honig oder Agavensirup
  • 50 g Kakaopulver

In einer (guten) Küchenmaschine Cashewnüsse und Kokosraspel verarbeiten. (Praktisch an diesem Rezept finde ich alleine schon, dass die Cashews nicht eingeweicht werden müssen. Das spart Zeit und man kann spontan an die Arbeit 🙂 ) Die restlichen Zutaten bis auf die Kakao Nibs dazugeben und gut durchmischen. Ruhig eine Weile die Maschine arbeiten lassen, denn die Masse soll schön klebrig sein. Zum Schluss mit einem Löffel die Kakao Nibs dazugeben und unterrühren. Nun die ganze Masse in einen Behälter geben – ich habe ein Backblech genommen und die Masse zwischen zwei Schichten Frischhaltefolie ausgerollt, etwa zwischen 2 mm und 1 Zentimeter, je nach Belieben. Dann alles für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Nach der Kühlzeit mit den Ausstechformen vorsichtig die verschiedenen Figuren ausstechen. Dabei am besten die Formen zwischendurch immer mal wieder in heisses Wasser tauchen, so löst sich die Masse leichter von der Form. Es bleibt recht viel „Verschnitt“ übrig bei diesem Rezept und man muss sich ein wenig beeilen, alles wieder auszurollen, denn der Teig sollte eben nicht zu warm werden. Wenn alles verarbeitet ist, kommen die fertig ausgetochenen Cookies wieder für zwei, drei weitere Stunden in den Kühlschrank. Danach kann man sie mit selbst gemachter Schokosauce verzieren. Ist aber kein Muss! Für den Schokoguss die Kakaobutter mit dem Sirup bzw. dem Honig im Wasserbad schmelzen lassen. Das Kakaopulver dazugeben und sobald eine schöne dunkle, flüssige Schokoladenmasse entstanden ist, die Cookies verzieren. Fertig. Geniessen und einfach bis Weihnachten nicht mehr auf die Waage stellen.

Kaffeebegleitung: Pecan Pie Bars oder mein Weihnachtsgebäck

2014 lebte ich in Kalifornien. Dort Weihnachten zu feiern war etwas gewöhnungsbedürftig, wir suchten händeringend nach echten Kerzen für den Weihnachtsbaum (keine Chance!), bastelten die Kerzenhalter selbst aus Draht und machten am 25. Dezember einen Strandspaziergang in der Sonne. Leichter gemacht haben mir das Fest in der Ferne die vielen Ideen zum Verarbeiten von Pekannüssen. In Kalifornien standen sie fast täglich auf meinem Speiseplan, beispielsweise habe ich sie oft für mein Granola am Morgen verarbeitet. Sie liefern jede Menge Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium, Magnesium und Eisen. Ausserdem stecken die wichtigen B-Vitamine in Pekannüssen und sie haben einen hohen Proteingehalt. Und ja – auch sehr viele Kalorien, aber das sollte niemanden abschrecken, denn bei dem hohen Fettanteil handelt es sich um ungesättigten Fettsäuren. Aus der Weihnachtszeit habe ich ein besonderes Rezept aus Kalifornien mitgebracht, das zwar nicht zuckerfrei ist aber zumindest ohne raffinierten Zucker daherkommt. Die Pekanriegel sind richtig einfach zuzubereiten. Und schmecken unglaublich gut. Und in kleine Vierecke geschnitten eignen sie sich hervorragend für Weihnachtsgebäck. Ich möchte hier nicht behaupten, dieses Rezept sei mega-gesund. Aber immerhin glutenfrei und vegan.

Was man braucht:

Boden:

  • 240 g Mandelmehl
  • 4 EL Kokosöl (geschmolzen)
  • 1 EL Honig oder Agavensirup
  • 2 EL Apfelkompott
  • etwas vegane Margarine für die Form

Topping:

  • 120 g Pekannüsse
  • 2 EL Honig oder Agavendicksaft
  • 2 EL Kokosöl (geschmolzen)
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1 EL Leinsamen, gemahlen
  • ½ TL Eggreplacer
  • 2 EL Mandelmilch (ungesüsst)
  • Meersalz

Zunächst für den Boden Mandelmehl, Kokosöl, Honig/Agavendicksaft und Apfelkompott mischen und eine Weile mit dem Handrührgerät durchrühren. Dann eine viereckige Form (nicht größer als ca. 20 x 20 – ansonsten einfach die Zutatenmenge erhöhen) mit Backpapier auslegen und mit veganer Margarine einfetten. Ein Backblech geht übrigens auch, denn die Mandelmehlmasse lässt sich leicht in eine viereckige Form bringen und läuft auch nicht im Backofen aus. Im auf 180 Grad vorgeheizten den Boden für 15 Minuten backen. Für das Topping die Pekannüsse in einer Pfanne rösten. Das dauert etwa 5 Minuten, sie dürfen nicht anbrennen sollen aber nach gerösteten Pekannüssen riechen. Die Pfanne vom Herd nehmen und die Nüsse in eine Schale geben und mit Meersalz bestreuen. Honig, Kokosöl und Vanillezucker in einem kleinen Topf mischen und aufkochen lassen. Dabei stetig weiterrühren. Die Zuckermasse auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Leinsamenmehl, Eggreplacer und Mandelmilch miteinander mischen und einige Minuten durchziehen lassen. Wenn die Zuckermasse abgekühlt ist, dazugeben und alles zu einer cremigen Masse verrühren. Zuletzt die Pekannüsse dazugeben. Alles mischen und auf dem gebackenen Mandel-Boden glattstreichen. Für 20 Minuten in den auf 180 Grad vorgeheizten Backofen. Nun abkühlen lassen und dann für eine Weile in den Kühlschrank stellen. Denn dann lassen sich die Pecan Pie Bars besser schneiden. Vor dem Servieren in kleine Rechtecke schneiden – fertig sind die Wahnsinns-Nuss-Riegel. Ich finde, sie gehen wunderbar als Weihnachtsgebäck durch. Und zum Kaffee sowieso.